CCCZH veröffentlicht Liste der 'zu sperrenden Webseiten' nach Vorstellungen der Contentmafia und fordert Aufklärungs-/Bildungsoffensive [Update]

Im Rahmen des Provider Day 2013 im Technopark vom 30. Mai 2013 hat die Contentmafia, in Gestalt der "Swiss Anti-Piracy Federation" (auch SAFE), ihre Pläne für eine Schweiz ohne Urheberrechtsverletzungen vorgestellt: P2P-Monitoring mit Abmahnwellen und Amokklagen gegen kritische Teile der Bevölkerung, Sperrlisten (am besten unter Missbrauch/Ausbau der KOBIK). Sehr begrüsst hat SAFE die Bestrebungen der Steuergeldverschwendung namens AGUR12, einberufen und "ausgeglichen" aufgestellt von Bundesrätin des EJPD Sommaruga Zensuruga, welche sich schon mit der BÜPF-Revision oder ihrer Ausgrenzungspolitik gegen Asylbewerber_innen eine zweifelhafte Reputation aufgebaut hat. AGUR12 und SAFE passen sehr gut zusammen: Staat und Contentmafia Hand in Hand, um die Netzneutralität zu stören.

Um der Öffentlichkeit einmal zu zeigen, welche Seiten denn die Schweiz so sperren könnte, haben wir die (notabene: nicht-abschliessende) Liste der zu sperrenden Seiten veröffentlicht: SAFE-Sperrliste

Ohne im Einzelnen auf die Liste eingehen zu müssen, wird sehr rasch klar: Es sollen Seiten gesperrt werden, welche die blosse Konvertierung in MP3s von (Video-)Inhalten aus YouTube oder anderen Seiten erlauben. Sehr gut vertreten sind auch BitTorrent-Webseiten, als würden da nur "illegale" Inhalte kursieren. Manche der zu sperrenden Seite führen auch nur das Merkmal "Webseite". Wir sagen dazu: WTF?

Der CCCZH denkt eine Lösung zu kennen, um dieser geistigen Degeneration, die zu solchen Vorschlägen, sowohl beim Staat als auch bei der Contentmafia führen, entgegen zu treten: Die vom CCCZH mitgetragene Bildungsinitiative Zürich (BIZH), welche Schranken zur Bildung einreissen möchte und diese zugänglicher gestalten will: Angefangen im Kanton Zürich.

Aufklärung und Bildung statt Angst und Repression!