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Aktuelles & Neuigkeiten

MM: Mehr Licht in die Blackbox UZH!

2014-04-16:

Liebe Medienschaffende
Liebe Kantonsrätinnen und Kantonsräte
Liebe interessierte Öffentlichkeit

Der Chaos Computer Club Zürich CCCZH hat vor einem Monat die Netzzensur an der Universität Zürich UZH angeprangert (vgl. Medienmitteilungen CCCZH vom 14. und 17. März: http://is.gd/OAJSXK; http://is.gd/gaF9nn)

Im regen Dialog mit der öffentlich-rechtlichen Körperschaft der Studierenden VSUZH, sowie durch Teilnahme an einem Treffen der Erweiterten Universitätsleitung EUL wurde die Netzzensur grosso modo beseitigt. Sie ist aber (1) nicht ganz beendet und (2) bleiben viele offene Fragen.

Wir sind es leid, die Universität ständig öffentlich vorführen zu müssen (vgl. Medienspiegel März/April 2014 CCCZH: https://www.ccczh.ch/Medienspiegel und Zugangsgesuche CCCZH IDG: https://www.ccczh.ch/UZH-Zensur-IDG) und sind deshalb froh, dass nun der Regierungsrat des Kantons Zürich sich der Beantwortung wichtiger Fragen annimmt.

Insbesondere sind wir Kantonsrätin Judith Stofer sehr dankbar, dass sie am vergangenen Montag 12 wichtige Fragenkomplexe im Kantonsrat eingereicht hat. Sie haben das Potenzial, Licht in die Blackbox UZH zu bringen.

Zur Anfrage KR-95/2014: http://is.gd/WSlTHo

Der CCCZH bleibt auf jeden Fall bereit, unpräzisen oder gar falschen offiziellen Verlautbarungen mit technischen, überprüfbaren Tatsachen entgegenzutreten. Ganz so wie bis anhin auch.

Wir appellieren an die Kantonsrätinnen und Kantonsräte, sich dafür einzusetzen, dass die UZH Grundlagen, Mittel und Wege erhält, sich an rechtsstaatlichen und freiheitlichen Prinzipien zu orientieren, sowie offen und proaktiv auf Basis des Öffentlichkeitsprinzips zu kommunizieren. Damit es ihr in Zukunft gelingt, stärker ohne Negativschlagzeilen zu funktionieren.

Liebe Grüsse

Presseteam CCCZH (Mail: presse@ccczh.ch; tel. +41 79 191 23 70)

MM CCC-CH: Heartbleed: Schlimmste anzunehmende Cryptocalypse

2014-04-08:

Liebe Medienschaffende,
Liebe interessierte Öffentlichkeit,

Auf Grund der schier inexistenten oder inadäquaten Schweizer Berichterstattung über eine schwerwiegende Sicherheitslücke, welche die Sicherheit der IT-Infrastrukturen (auch eben in der Schweiz) massgeblich beeinflusst, hat sich das Presseteam des Chaos Computer Club Schweiz CCC-CH gefordert gesehen, mit der folgenden Medienmitteilung sensibilisierned zu wirken und eine breite Bevölkerung zu erreichen.

In vielen Versionen von OpenSSL (vgl. Wikipedia) gibt es einen krassen Bug, der es erlaubt, Teile des Arbeitsspeichers von richtig vielen Computern auszulesen. Damit können Passwörter und zum Aufbau von verschlüsselten Verbindungen genutzte geheime Schlüssel in die Hände von Angreifer*innen fallen. Mit Kenntnissen dieser Geheimnisse wird es für Angreifer*innen möglich, verschlüsselte Verbindungen zu entschlüsseln und mitzulesen. Auf den meisten Servern wird es mit den erlangten Informationen möglich, sich anzumelden und beliebige Daten zu verändern. Es betrifft die bis gestern aktuellen Versionen 1.0.1 (bis einschliesslich 1.0.1f und 1.0.2-beta). Alle sollten ihre Systeme sofort aktualisieren und (am einfachsten) neu starten: Mit dem Update auf OpenSSL 1.0.1g wurde veröffentlicht, wo der Fehler war: deshalb sind jetzt alle Informationen öffentlich, mit denen beliebige Angreifer*innen den Fehler selber ausnutzen können.

Nach einem Update müssen ausserdem vorsichtshalber geheime Schlüssel und Passwörter geändert werden. Diese konnten nämlich leicht über den Bug ausgelesen werden.

Diese Sicherheitslücke besteht seit der Unterstützung der TLS-Erweiterung "Heartbeat" mit OpenSSL 1.0.1 . Es ist somit nicht ausgeschlossen, dass sie bereits rege ausgenutzt wird.

Den Speicher auszulesen, heisst: ungehashte Passwörter und Passwörter, die gerade eingegeben werden, private Schlüssel (sobald sie geladen sind) zu lesen. Betroffen sind nicht nur Server, sondern allgemein alle Geräte, die OpenSSL verwenden: herkömmliche Computer, Smartphones, Router und Steuergeräte mit Login-geschützter Benutzeroberfläche, ... Betroffen sind auch nicht nur HTTPS-Anwendungen, sondern auch manche VPN-Systeme wie OpenVPN, Mailsysteme, Chatsysteme wie Jabber/XMPP, und alles andere, was OpenSSL nutzt.

Es gibt Webservices, die prüfen, ob man selbst betroffen ist. Hier empfiehlt es sich erst zu upgraden und dann den Check zu machen, denn sonst wissen allfällige Überwacher*innen sofort, dass man angreifbare Software verwendet. Und: Diese Check-Services sind sicherlich sehr interessante Ziele für Überwacher*innen.

Auf Systemen mit der Debian-Version testing/Jessie, muss man zudem aktuell aufpassen, tatsächlich auf 1.0.1g zu upgraden. Diese ist aktuell nur in den Versionen stable/wheezy und unstable/sid enthalten.

Verständnisfragen seitens der Medienschaffenden können an das Presseteam des CCC-CH gestellt werden: Erreichbar unter presse@ccc-ch.ch oder tel. +41 79 191 23 70.

Links:

Zwei Zugangsgesuche in Sachen Netzzensur an der UZH

2014-03-30:

Liebe CCCZH-Mitglieder und -Interessierte
Liebe interessierte Öffentlichkeit

In Sachen der Netzzensur (vgl. https://www.ccczh.ch/UZH-Sperrliste; https://www.ccczh.ch/Medienspiegel) an der Universität Zürich UZH wurden von einem Mitglied des Chaos Computer Club Zürich CCCZH noch zwei Zugangsgesuche im Sinne des Gesetzes über die Information und den Datenschutz IDG des Kantons Zürich eingereicht.

Ziel ist, Klarheit darüber zu erhalten, was Hintergründe und Umfang der Netzzensur an der UZH waren und hätten sein sollen.

Inhalt und Status der Anträge sind hier einsehbar:

https://www.ccczh.ch/UZH-Zensur-IDG

Aktivist*innen des CCCZH sind bereit, alle Kanäle auszuschöpfen, die verlangten Informationen offiziell zu erhalten.

CCCZH-Hackerspace am International Open Hackerspace Day 2014

2014-03-26: Liebes Chaos und Interessierte!

Am Samstag, 29. März laden wir zum International Open Hackerspace Day ein. Kommt an der Luegislandstr. 485, 8051 Zürich im Keller vorbei und lernt uns und unseren Space kennen.

Wir haben unter anderem vor, an unserem Cluster weiter zu arbeiten und Spass mit WS2811 LEDs zu haben (z. B. mit dieser Library), löten und basteln an sonstiger Hardware, hacken an Code oder Medienmitteilungen.

Weiter besprechen wir gerne auch Themen, die wir sonst in die Öffentlichkeit tragen: BÜPF, NDG, AGUR12, Überwachung, Zensur und Kryptografie und, und, und ...

Nach Lust und Laune sind wir dort, mindestens aber von 10-17 Uhr. Bei gutem Wetter werden wir abends noch eine Runde grillieren.

So denn: Bis Samstag!

Chaos Singularity 2014 findet vom 13. bis 15. Juni 2014 in Biel statt

2014-03-20: Liebes Chaosvolk!

Der alljährliche Schweizer Klein-Kongress Chaos Singularity (CoSin) findet dieses Jahr vom 13. bis 15. Juni 2014 in Biel in der Villa Ritter (wie die letzten zwei Male) statt.

Mehr (bald) auf der Webseite der CoSin: http://www.cosin.ch/

Ein Call for Papers auf Deutsch / Französisch folgt asap.

Pikantes Beispiel: Der "Webfilter" der Universität Zürich UZH in sein Gegenteil verkehrt [Update]

2014-03-19 :

>>> Sperrliste wo? Sperrliste direkt hier: UZH-Sperrliste <<<

Liebe freiheitliche Netzgemeinde!

In Sachen #UZHZensur bestand ein Beispiel, das die Absurdität der Netzzensur an der Universität Zürich UZH in bedenklichster Weise zu Tage fördert.

Es ist der folgende Artikel des Tages-Anzeigers, welcher in keinster Weise (im Gegenteil ...) der Gender Policy zu widersprechen scheint und im Sinne welcher die Zensur des Internets betrieben wird: http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/36999/job-weg-nach-der-babypause/ (Hinweis: Dies war bis zum Morgen des 19. März 2014 der Fall.)

Der Aufruf dieses Artikel führte zu einem "ewigen Laden" im VPN-Netz der Hochschulangehörigen, ob sie nun an der UZH oder zuhause waren. In öffentlichen Bereichen, so etwa in Bibliotheken, erschien entsprechend die weisse Blocking-Seite mit UZH-Logo (ob fortinet.net), wie schon bekannt.

Wir betonen mit Nachdruck, dass die Zensur an der UZH überall und vollständig aufhören muss. Das heisst auch im VPN-Netz der UZH und an den öffentlichen Bibliotheken: Schlichtweg überall und für immer. Es ist weder Netzzensur generell tolerierbar, noch ist ein Zwei-Klassen-Internet tragbar: Beides widerspricht eklatant dem Prinzip der Netzneutralität, für welches wir vehement einstehen. Und zu welchem auch die UZH klar einstehen sollte.

Das Tages-Anzeiger-Blog-Beispiel oben kommt von einem Uniboard-User (vgl. https://www.uniboard.ch/): Danke!

MM: Es ist nicht alles Porn, was die Uni zensiert

2014-03-17:

>>> Sperrliste wo? Sperrliste direkt hier: UZH-Sperrliste <<<

Liebe Presse,
liebe interessierte Öffentlichkeit und
liebe Hochschulangehörigen, die ihr dies leider aus der Presse erfahren müsst,

einen wunderschönen Montagmorgen!

Was hat ein chinesisches Blog, ein Schuhladen, ein russischer Röhrenhersteller und eine Linkliste für VPN-Software mit Pornografie zu tun?

Na? Genau: Nichts!

Es war 1996 als John Perry Barlow von Davos aus folgende Zeilen in den Cyberspace absetzte:

Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Lasst uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr. Wir besitzen keine gewählte Regierung, und wir werden wohl auch nie eine bekommen – und so wende ich mich mit keiner grösseren Autorität an Euch als der, mit der die Freiheit selber spricht. Ich erkläre den globalen sozialen Raum, den wir errichten, als gänzlich unabhängig von der Tyrannei, die Ihr über uns auszuüben anstrebt. Ihr habt hier kein moralisches Recht zu regieren noch besitzt Ihr Methoden, es zu erzwingen, die wir zu befürchten hätten. (vgl. http://www.heise.de/tp/artikel/1/1028/1.html)

Heute, fast 20 Jahre später, sind diese Zeilen aktueller denn je: Aktivist*innen des CCCZH haben noch vor dem Wochenende darauf hingewiesen, dass die Universität Zürich UZH dabei ist, das Internet für alle Hochschulangehörigen zu zensieren. Wenn eine Hochschule es ist, welche mit Zensur beginnt, so sehen wir rot.

Selbst Zeitungen und Radiosender sind in die Falle getappt: Sie haben am Freitag noch geglaubt, der "Webfilter" der UZH zensiere tatsächlich "nur" Seiten pornografischen Inhalts. Auch der Studierendenverband der Universität Zürich VSUZH hat im Tages-Anzeiger vom Samstag tatsächlich Hoffnungen signalisiert, "gute" Zensur sei möglich und richtig. Wir finden: Es gibt keine "gute" oder "schlechte" Zensur. Es gibt bloss Zensur. Und diese ist in der Schweizerischen Bundesverfassung, Art. 17 Abs. 2, unmissverständlich verboten.

Das hat gute Gründe, denn jede Form von Zensur führt zu Missbrauch. Das weisen wir hiermit nach.

Nachdem die UZH im Interview mit der NZZ am Freitag (vgl. http://www.nzz.ch/aktuell/digital/universitaet-zuerich-filter-internet-chaos-computer-club-1.18263242) keine Details über ihren "Webfilter" preisgeben wollte, stellen wir fest: Es muss sich um FortiGuard handeln. (Siehe Bild rechts.)

Youporn-fortinetrequest-forbidden.png

Diese Müllsoftware erlaubt noch so Manches mehr zu zensieren, so in etwa: Politisch "extreme" Seiten, oder auch "Alternative Beliefs" (vgl. https://www.fortiguard.com/static/webfiltering.html). Dass die UZH ein Unternehmen, das solche Produkte herstellt, finanziell stützt, ist ein Skandal für sich.

Doch wo ist jetzt der Kollateralschaden an der UZH konkret? Wir haben über das Wochenende weitere Analysen vollzogen und präsentieren hiermit unsere Top-42-Nicht-Porno-Seiten, welche an der UZH zensiert werden:

https://www.ccczh.ch/UZH-Sperrliste

Das Prinzip der Netzneutralität ist auf jeden Fall mit Füssen getreten und die UZH hat es gewagt, sich auf autoritäre Weise in den Cyberspace einzumischen: Ein Fehler.

Die UZH tut angesichts des riesigen Kollateralschadens sehr gut daran, die Zensur zu beenden und zwar – wie am Freitag bereits gefordert – sofort.

Liebe Grüsse und eine schöne Woche

Das CCCZH-Presseteam
(Kontakt: presse@ccczh.ch (gpgid: 0x058F45CF), tel. +41 79 191 23 70)

Fortinet den Bankrott – der UZH ein zensurfreies Netz!
Reclaim the net – an der UZH und überall!

MM: Universität Zürich UZH zensiert das Internet nach britisch-chinesischem Vorbild

2014-03-14:

20140314--seite-blockiert-screenshot.png

Liebe Presse
Liebe interessierte Öffentlichkeit

Wie diversen Hochschulangehörigen, so auch Studierenden und Forschenden der UZH in der letzten Zeit aufgefallen ist, betreibt die UZH spätestens seit der Zeit des E-Mail-Überwachungsskandals um die Affäre Mörgeli und Ritzmann von letztem Jahr jetzt auch noch Sperrungen von Webinhalten, nach dem Vorbild wenig freiheitlicher Staaten.

Eine entsprechende (erläuternde) Webseite, allerdings ohne konkreten Angaben über die eingesetzte Zensurmethodik und den -umfang der betroffenen Webseiten findet sich hier:

https://www.uzh.ch/about/basics/genderpolicy/blocked.html (nur uni-intern einsehbar; siehe Bild rechts)
20140314--unzugaengliche-webseite-uzh-screenshot.png

Zensiert werden mit Sicherheit Webseiten nach einer (kombinierten) Logik von Webadresse und bestimmten Suchbegriffen, wobei abgewandelte Suchbegriffe zu den unerwünschten Inhalten führen können.

Der Chaos Computer Club Zürich CCCZH fordert von der Universität Zürich UZH folgende Sofortmassnahmen zu ergreifen, um das Grundrecht auf Informationsfreiheit, sowie das Prinzip der Netzneutralität wieder herzustellen:

1.
Sofortige Transparentmachung der eingesetzten Filterregeln der Deep-Packet-Inspection bzw. der Zensurliste von Seiten.
2.
Sofortige Aussetzung der eingesetzten Filtersoftware an der gesamten UZH.
3.
Sofortige Information aller Hochschulangehörigen und der Öffentlichkeit über die eingesetzte Filtersoftware, das Herkunftsland der Software, sowie Angaben darüber, über welche Länder und Stellen der überwachte Traffic allfällig läuft.

Nebst völlig unnötig sind diese Massnahmen auch noch komplett unwirksam, wie Aktivist*innen des CCCZH feststellen:

1.
Webseiten werden nur dann geblockt, wenn sie in der unverschlüsselten Version (ohne https) abgerufen werden.
2.
Mit abgewandelten Suchbegriffen kann teilweise auf vermeintlich blockierte Inhalte zugegriffen werden.
3.'
Mittels zensurresisten Netzwerken wie Tor kann auf beliebige Inhalte zugegriffen werden.

Die UZH beweist erneut Unfähgikeit, im Umgang mit dem Cyberspace, erfüllt ihre Vorbildfunktion als öffentliche Institution abermals nicht, ein Hort der Freiheit zu sein und macht sich nicht zuletzt technisch lächerlich, Teile des unliebsamen Internets unwirksam zu zensieren.


Es ist noch unbekannt, was der Umfang der geblockten Webseiten und -inhalten ist. Wir befürchten allerdings, dass sich angesichts der bedenklichen Zensurmethodik britisch-chinesischer Prägung, Inhalte der Zensur zum Opfer fallen, welche nebst Informationsfreiheit und Netzneutralität, auch das Recht auf freie Meinungsäusserung verletzten, sowie die Forschungsfreiheit einschränken.

Wehret den Anfängen!
Für ein Netz frei von Zensur — an der UZH und überall!
Für Netzneutralität, denn: All bits were created equal!

Einladung zur 10. CryptoParty in Zürich -- Party like it's 31.12.1983

2014-03-09:

Wir möchten euch herzlich zur zehnten CryptoParty in Zürich am Do 13.03.2014 einladen. Mitglieder des Chaos Computer Club Zürich CCCZH zeigen Euch ab 19:30 Uhr in den Räumen der Universität Zürich, wie Ihr jetzt anfangen könnt eure digitale Kommunikation zu verschlüsseln.

Wir alle wissen, dass der Datenverkehr im Internet heutzutage abgeschnorchelt und gespeichert wird, wo immer dies möglich ist. Trotz der Bemühungen von Seiten der Geheimdienste und anderer Stellen gibt es aber noch immer hinreichend sichere Verfahren, Inhaltsdaten vor gierigen Augen zu schützen.

An diesem Abend behandeln wir darum theoretisch und praktisch folgende Themenbereiche:

  • Verifikation von Mailabsender und -empfänger sowie Verschlüsselung der Inhaltsdaten von E-Mail-Kommunikation mittels GNU Privacy Guard (GnuPG)
  • Anonymes und spurenarmes Surfen mittels Tor Onion Routing (TOR)

Alle Interessierten sind willkommen. Auch Pressevertretungen dürfen nach Rücksprache gerne teilnehmen. Für den praktischen Teil ist ein Laptop von Vorteil.

Wir werden in der Universität Zürich in den Räumen KO2-F-150 und KO2-F-153 sein, im Hauptgebäude, Rämistr. 71. Auf Grund der beschränkten Anzahl an Plätzen bitten wir um eine kurze (auch pseudonyme) Anmeldung an die folgende E-Mail-Adresse:

cryptoparty@ccczh.ch (gpgid: 0x0F28DD52)

Für eine Welt frei von gierigen Augen!

Die Digitale Gesellschaft erhebt Beschwerde gen die VDS — der CCCZH beschwert sich mit

2014-02-21:

Sechs Personen haben beim Dienst ÜPF — koordinierend verantwortlich für die strafrechtliche Überwachung von Post- und Fernmeldeverkehr in der Schweiz — Beschwerde erhoben (vgl. Medienmitteilung der Digitalen Gesellschaft): Darunter hernani vom CCCZH(-Vorstand).

Ziel ist, dass der Dienst ÜPF die jeweiligen Provider anweisen möge, die Vorratsdatenspeicherung, welche Provider in der Schweiz für sechs Monate betreiben müssen, zu unterlassen — und die Daten, die nicht dringend (für die Rechnungssstellung) erforderlich sind, zu löschen.

Im Rahmen der Totalrevision des entsprechendes Gesetzes (BÜPF) soll die Vorratsdatenspeicherung noch dieses Jahr gar auf zwölf Monate erhöht werden — nur ist jetzt schon indiskutabel, die gesamte Bevölkerung für jeweils sechs Monate in die Vergangenheit zurück unter Generalverdacht zu stellen.

Es ist alle höchste Eisenbahn, die Weichen für eine Schweiz mit praktischen Menschenrechten zu setzen — auch in der digitalen Welt!

Eine Verfassungsklage ist in der Schweiz mangels Verfassungsgerichtbarkeit nicht möglich: Die sechs Personen machen entsprechend ihre jeweilige individuelle Betroffenheit geltend.

Der CCCZH beteiligt sich mit leethaftigen CHF 1'337 an der Aktion mit, und hofft, das sinnbildhaftige Auge auf der Pyramide zum Wackeln zu bringen.

Keine freie Sicht für den Überwachungswahn: Annuit coeptis!

CCCZH bald mit Veranstaltungen an der Universität Zürich UZH

2014-02-20:

Was die UBS darf, kann auch der CCCZH.

Wir haben ab sofort die Möglichkeit an der Universität Zürich UZH eigene Veranstaltungen anzumelden: Die Auftaktverantaltung wird mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Frage "Was hat Snowden mit der Schweiz zu tun?" erörtern und mithin Raum bieten, dem Nachrichtendienstgesetz NDG die nötige Aufmerksamkeit zu bescheren.

Ende März soll es losgehen: Mindestens drei Veranstaltungen je Semester sind das Ziel!

Wir danken der UZH für das unkomplizierte Prozedere.

CCCZH vernetzt sich für das Referendum gegen das NDG

2014-02-19:

Wir haben zur Kenntnis genommen, dass unsere Vernehmlassungsantwort (PDF) zum E-NDG den Bundesrat wenig interessiert hat -- insbesondere hat Bundesrat Ueli Maurer deutlich gemacht (MP4), dass das schnelle Durchpeitschen des Gesetzes Ziel ist: Dementsprechend bereiten wir mit den Gruppen der Digitalen Gesellchaft und weiteren Netzwerken das Referendum vor, denn auch das Gros der Parteien hat keinen Sinn mehr für Mass. So möge es das stimmberechtigte Volk richten!

Schreibwettbewerb Vorratsdatenspeicherung: Die elf Gewinnertexte

2013-12-14:

Die elf Gewinnertexte des Schreibwettbewerbs Vorratsdatenspeicherung sind, von den Rängen 1 bis 11 (oder in Geld von CHF 1'024 bis CHF 1 in Zweierpotenzen):

  • Kramer
  • Sicher ist sicher
  • HEOB
  • Guter Hoffnung
  • Wissen ist Macht
  • Buergerbrief
  • Das Butterbrot
  • Sieb
  • Die Augen des Kraken
  • Familienidyll
  • Et bliev nix wie et wor

Alle Texte sind hier online:

http://dock18.ch/en/event/preisverleihung-vorratsdaten/

Natürlich hat es auch andere, ausgezeichnete Texte, doch bei diesen Texten hat sich die Jury darauf geeinigt, dass sie sowohl von der Thematik her, als auch literarisch, am meisten hergeben.

Wir danken allen Beteiligten und gratulieren herzlichst!

MM: Freitag 13. Dez 20 Uhr @ Rote Fabrik: Lesung + Preisverleihung Vorratsdatenspeicherung

2013-12-12:

Liebe Presse, liebe Provider und interessierte Öffentlichkeit, ahoi!

Wir laden Sie hiermit zur Lesung und Preisverleihrung des Schreibwettbewerbs Vorratsdatenspeicherung in der Roten Fabrik ein.

Ort: Institut für Medienkulturen der Welt DOCK18, Seestr. 395, Zürich
Zeit: Ab 20 Uhr

Mehr Infos: http://is.gd/cFOpvb

Ablauf des Abends:

  • Einführung ins Thema, 20 Uhr
  • Kurzlesungen, 20.30-22 Uhr
  • Bekanntgabe der Preise, 22 Uhr
  • Musik, 22.30-24 Uhr

Zum Schreibwettbwerb oder dem ping zur Netzgemeinde

Das Medienkünstler*innenkollektiv DOCK18 hat zusammen mit der Digitalen Gesellschaft, einem Netzwerk, bei dem auch die Dezentralen des Chaos Computer Club Schweiz aktiv sind, vor Monaten einen Schreibwettbewerb ausgerufen:

http://dock18.ch/en/vorratsdaten/

Die Netzgemeinde im weitesten Sinne war aufgerufen, in einem Crowdsourcing-Effort Geschichten zur Überwachung auf Vorrat (Vorratsdatenspeicherung) einzureichen, um literarische Kritik an gesetzlichen Entwicklungen in der Schweiz zu liefern, welche sowohl Strafverfolgungsbehörden als auch Nachrichtendiensten weitergehende Kompetenzen liefern.

Zum Ergebnis oder dem pong der Netzgemeinde

Dem Ruf sind viele gefolgt:

101 (!) Geschichten, in einem Umfang von 1 bis 182 Seiten wurden eingereicht. Gefordert waren Kurzgeschichten in einer Länge von 5-10 Seiten.

Eine Jury aus Aktivst*innen der Digitalen Gesellschaft und Umfeld hat sich der Aufgabe angenommen, die elf besten Geschichten auszusuchen und mit Preisgeldern von CHF 1'024, 512, 256, 128, 64, 32, 16, 8, 4, 2 und 1 auszustatten.

Die Storys stehen der Öffentlichkeit unter eine permissiven Creative Commons-Lizenz zur Verfügung (CC-BY-SA) und sind somit frei in der Nutzung, sofern Namensnennung erfolgt und die Weitergabe unter gleichen Bedingungen erfolgt.

Für eine Gesellschaft frei von gierigen Augen!

MM: CCC & CCC-CH unterstützen weltweite Kampagne NECESSARY & PROPORTIONATE gegen Massenüberwachung

2013-11-26:

Zur weltweiten Kampagne NECESSARY & PROPORTIONATE zivilgesellschaftlich und netzpolitisch aktiver Gruppen

https://de.necessaryandproportionate.org/text


Allerspätestens seit Mitte des Jahres ist bekannt, dass die Überwachung durch Regierungen keinerlei Grenzen kennt.

Kommunikation über Telefon, Internet und E-Mail von Unschuldigen, die nicht unter Verdacht irgendeines Fehlverhaltens stehen, wird massenhaft im In- und Ausland beobachtet und gerastert.

Dies geschieht im Geheimen, ohne öffentliche Kontrolle und unter Verletzung der Menschenrechte. Ausserdem wurde bekannt, dass westliche Geheimdienste vollkommen ungehemmt Hintertüren in Telekommunikationssysteme einbauen oder einbauen lassen und somit bewusst für ein hohes Mass an Unsicherheit bei informationstechnischen Systemen sorgen.

Wir sind nicht bereit, das länger einfach hinzunehmen.


Deswegen rufen 300 Bürgerrechtsorganisationen aus über 100 Ländern gemeinsam mit dem Chaos Computer Club (auch in der Schweiz) weltweit dazu auf, eine Kampagne zu unterstützen, die ein globales Recht auf Datenschutz und Privatsphäre sowie die Einhaltung der Internationalen Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte auf die Kommunikationsüberwachung, die sogenannten "13 Principles", fordert.

Diese Grundsätze stellen klar:

  • Die Privatsphäre ist ein Menschenrecht. Überwachung, einschliesslich der Sammlung und Überwachung unserer Daten, darf nur in Ausnahmefällen vorkommen.
  • Das Recht auf Schutz der Privatsphäre geht über Staatsgrenzen hinaus.
  • Es ist Zeit, Verhältnismässigkeit und Rechtsstaatlichkeit zentral in Überwachungsgesetzen und gerichtlichen Verfahren zu verankern.
  • Massenhafte Überwachung gefährdet Menschenrechte. Es ist nicht mehr akzeptabel, künstliche technische Unterscheidungen wie "Inhalte", "Nicht-Inhalte", "Metadaten" etc. zur Rechtfertigung massenhafter Erfassung persönlicher Daten anzuführen.
  • Gesetze, die Sicherheitslücken in der Technik festschreiben, um Überwachung zu ermöglichen, sind von Natur aus unverhältnismässig und untergraben die Privatsphäre und Sicherheit unbeteiligter Dritter.
  • Geheime Überwachungsgesetze sind nicht akzeptabel. Geheimgesetze sind eine Verletzung des Prinzips der Rechtsstaatlichkeit. Whistleblower sind zu schützen.

Wir müssen die unkontrollierte, anlasslose, massenhafte Überwachung in der ganzen Welt unterbinden. Die Privatsphäre ist ein Menschenrecht und muss ebenso rigoros wie andere Rechte geschützt werden. Unterstützen Sie diese "Internationalen Grundsätze" mit einer Unterschrift und ermuntern Sie die Menschen in Ihrem Umfeld, dies ebenfalls zu tun!

https://de.necessaryandproportionate.org/take-action/ccc

Für eine Welt frei von gierigen Augen!

MM: Die ZKB arbeitet auf einen Streisand-Effekt hin

2013-11-22:

Liebe Presse
Liebe interessierte Öffentlichkeit

Wie bekannt ist: Die Zürcher Kantonalbank ZKB hat gerichtlich erwirkt, eine CH-Domain (zkb-ceo.ch) zu sperren, als auch Informationen auf der Webseite der JUSO Kanton Zürich "löschen" [0] zu lassen.

Die Jungpartei hat auf ihrer Webseite gegen das Vorgehen der ZKB und den Beschluss [1] des Zürcher Handelsgerichts protestiert. [2]

In der langatmigen online verfügbaren Klageschrift (im Auftrag) der ZKB wird ein Mindset zu Tage gefördert, das sich eineindeutig dem 21. Jahrhundert entzieht. [3]

Diesen Versuchen, mittels Denkweisen und Methoden der letzten paar Jahrhunderte, dem Internet mit Fesseln zu begegnen, kann der Chaos Computer Club Zürich CCCZH nur mit Kopfschütteln und nicht ganz ohne Hohn begegnen.

Wie kaum anders zu erwarten war, kursieren via Blogs [4] und social media-Kanälen [5] bereits Lösungen, um sich die Inhalte dennoch anzusehen.

Wie das mit fehlgeschlagenen Zensurversuchen in der Regel dann auch so ist, wird die ZKB ihr Ziel, den Informationsfluss im Internet zu unterbrechen, hiermit eben gerade nicht erreichen: Sie hat beste Chancen Opfer des Streisand-Effekts [6] zu werden. Es kommt, soziologisch formuliert, zu unintendierten Handlungsfolgen absichtsvollen Handelns.

Der Versuch Informationen zu vertuschen, vervielfältigt sie nur.

Kurzum: FAIL!

Für Streisand!

Musik, Musik, Musik, bitte! -> http://is.gd/0Pn6sL


[0] Das Internet lässt sich schwerlich restlos löschen. Aus Konzept.
[1] http://is.gd/7CJFsF
[2] http://is.gd/YQwXwm
[3] http://is.gd/SIHQNK
[4] http://is.gd/pBb3ai
[5] http://is.gd/OCAF0M
[6] http://is.gd/TjL6Cp

Offener Brief: Demokratie sichern – E-Voting-Einsatz beenden!

2013-11-10:

Liebe Kantonsrätinnen und Kantonsräte
Liebe interessierte Presse
Liebe interessierte Öffentlichkeit

Dies ist ein Plädoyer zur Unterstützung der Parlamentarischen Initiative 258/2013 "Abschaffung der elektronischen Stimmabgabe"

Wir beobachten mit höchster Besorgnis, wie der Kanton Zürich weder Kosten noch Aufwand scheut, weiter eifrig an Projekten des sogenannten E-Votings zur elektronischen Stimmabgabe zu arbeiten. Im Einsatz befindliche E-Voting-Systeme haben sich erstens nicht als manipulationssicher erwiesen. Zweitens sind sie technisch nicht allgemeinverständlich gestrickt. E-Voting-Systeme stellen soweit eine Gefahr für unsere Demokratie dar.

Zur Sicherheit von E-Voting

Immer wieder gelingt es Hacking-Gruppen gravierende Sicherheitslücken bestehender E-Voting-Systeme öffentlichkeitswirksam aufzudecken. Doch was ist, wenn das Wissen um die Unsicherheit eines derart kritischen IT-Systems nicht in den Händen aufklärerischer Personen ist, sondern für einmal (bezahlte) Kriminelle sich daran machen, eine umstrittene Vorlage oder Wahl (knapp) für sich zu entscheiden? Wir halten es für wahrscheinlich, dass das Interesse an solchen Angriffen steigt, kaum sind die Möglichkeiten flächendeckend gegeben. Um solchen Begehrlichkeiten von vornherein einen Riegel vorzuschieben, treten wir dafür ein, beim jetzigen System der Urnen- und Briefwahl zu bleiben.

Zur Nachvollziehbarkeit von E-Voting

Nicht nur erachten wir E-Voting-Systeme in unserem Kanton, das eine bewährte und eingespielte Praxis in Sachen Abstimmungen und Wahlen hat, als unnötig; wir unterstreichen zudem, dass die eingesetzten Verfahren eines vermeintlich sicheren E-Voting-Systems nicht leicht von jeder Person nachvollzogen werden können. Selbst Fachleute blicken bei ausgeklügelten Verfahren, welche die Sicherheit erhöhen mögen, nicht restlos durch.

Zur Sicherheit der Urnen- und Briefwahl

Bei der Urnen- und Briefwahl sind die Möglichkeiten der Manipulation durch ihre dezentrale Natur zum einen stärker eingeschränkt, zum anderen müssen für erfolgreiche und matchentscheidende Manipulationen Absprachen getroffen werden. Abstimmungs- und Wahlmanipulationsversuche fallen dadurch leichter auf. Zudem kann das Nachzählen in einer Weise durchgeführt werden, die jede stimmberechtigte Person leicht nachvollziehen kann. Das sichert technisch das Vertrauen in die Demokratie.

Zur Nachvollziehbarkeit der Urnen- und Briefwahl

Beim heutigen Abstimmungs- und Wahlsystem ist es der Bevölkerung zudem einfach möglich, bei der Auszählung direkt mitzuwirken, und im Falle von Ungereimtheiten, beim Nachzählen zu helfen. Das sichert sozial das Vertrauen in die Demokratie.

Appell an den Kantonsrat

Um in technischer und sozialer Hinsicht das Vertrauen in unsere Demokratie, und damit zuletzt die Souveränität der Stimmbevölkerung über unseren Kanton aufrecht zu erhalten, ist der Kantonsrat aufgefordert zu handeln. Für unseren Kanton ist es soweit sinnvoller, den Einsatz von E-Voting zu sistieren. Dafür ist es am effektivsten, dem Kanton Zürich die rechtlichen Grundlagen für E-Voting zu entziehen.

Wir sind zuversichtlich, dass der Kantonsrat einsichtig ist, und die Parlamentarische Initiative Guyer (Grüne) und Zanetti (SVP) zur Abschaffung der elektronischen Stimmabgabe in unserem Kanton deutlich annimmt und damit an die zuständige Kommission überweist!


Liebe Grüsse

Chaos Computer Club Zürich CCCZH
Kontakt: Hernani Marques <presse@ccczh.ch>

Chaostreff Winterthur
Kontakt: Volker Birk <vb@dingens.org>

DirekteDemokratie.com
Kontakt: Martin Steiger <dd@direktedemokratie.com>

MM: Rasterfahndung nach Whistleblower an der Universität Zürich

2013-11-01:

Liebe Presse und interessierte Öffentlichkeit!

Mit Entsetzen nehmen wir Berichte des Tages-Anzeigers [1], der Limmattaler Zeitung [2] oder von Der Landbote [3] zur Kenntnis, wonach die Universität Zürich UZH E-Mail-Konten der Domäne "uzh.ch" systematisch durchsuchen lassen hat. Im Fokus standen dabei mögliche Kontakte mit der Presse und Hochschulangehörigen. Das ist ein direkter Angriff auf die Pressefreiheit, die Privatsphäre der betroffenen Personen und rechtsstaatliche Prinzipien, wie der Verhältnismässigkeit.

Wir kritisieren zum einen den verzweifelten Versuch der UZH, den Fluss von Informationen über Missstände in der eigenen Institution zu verhindern. Zum anderen verurteilen wir scharf den unverhältnismässigen Eingriff in die Privatsphäre aller betroffenen Hochschulangehörigen. Die UZH stellt dadurch nicht nur den journalistisch wichtigen Quellenschutz und damit die Pressefreiheit in Frage, sondern erfüllt auch ihre Vorbildfunktion nicht, fundamentale Grundrechte von Personen zu schützen.

Wir fordern:

(1) Als kurzfristige Massnahme
Die UZH muss umgehend alle Hochschulangehörige darüber informieren, ob oder in welcher Weise ihre E-Mail Konten durchsucht wurden, um das Vertrauen in die unschuldigen Betroffenen wiederherzustellen.
(2) Als mittelfristige Massnahme
Die UZH muss öffentlich glaubhaft machen, dass sie die Hochschulangehörigen kein zweites Mal unter Generalverdacht stellt.
(3) Als langfristige Massnahme
Die UZH befasst sich aktiv mit dem Thema Datenschutz. Zu diesem Zweck verfasst sie einen Bericht über den Datenschutz an der UZH und versieht ihn mit einem Leitbild.

Wir bekräftigen hiermit ebenso die Wichtigkeit sämtliche Kommunikation mit Verfahren der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor Missbrauch zu schützen.

Als besten Schutz und akut mögliche Gegenmassnahme für Hochschulangehörige sei auf die Möglichkeiten von E-Mail-Verschlüsselung hingewiesen, die zum Beispiel am 8. November an einer CryptoParty im Dock18, Rote Fabrik in Zürich interessierten Menschen näher gebracht wird. [4]

Für eine Universität im Zeichen von Recht und Moral!


Chaos Computer Club Zürich CCCZH
Informatikkommission des Verbands der Studierenden der Universität Zürich InKo
kritische Politik Uni/ETH kriPo</br > Piratenpartei Zürich


[1] http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/zuerich/Uni-Zuerich-beugt-sich-br-politischem-Druck/story/22850681

[2] http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/professoren-setzen-sich-fuer-moergeli-kollegin-ein-und-rufen-zum-protest-auf-127331852

[3] http://www.landbote.ch/detail/article/professoren-wehren-sich-fuer-entlassene-frau/gnews/99250977/

[4] https://www.cryptoparty.in/zuerich-dock18

Vortrag zur Sichtbarmachung eines einzelnen Atoms mittels Licht: Heute 20:30

2013-10-30: Frau Blauwal vom Vorstand des CCC Zürich hält heute einen Vortrag aus der Physik: Zur Sichtbarmachung eines einzelnen Atoms mittels Licht. Der Vortrag findet im Hackerspace des CCC Zürich an der Luegislandstr. 485, ab 20:30 statt. Jede Person ist eingeladen. Eintritt ist frei.

Bildungsinitiative Zürich BIZH wird mit 7'100 Unterschriften eingereicht

2013-10-28: Liebe Presse und interessierte Öffentlichkeit

Die (kantonale) Bildungsinitiative Zürich BIZH, welche der CCCZH von Anfang an (Sammelstart 26. April 2013) unterstützt hat, wurde heute Mittag mit rund 7'100 Unterschriften eingereicht (Medienmitteilung und Bilder).

Personen des CCC Zürich haben bedeutend zum Zustandekommen der Initiative beigetragen.

Die Initiative sichert stufenunabhängig den gebührenfreien Zugang zur öffentlichen Bildung via Kantonsverfassung. Einer Angloamerikanisierung des Zugangs zur Bildung wird damit rechtzeitig vorgebeugt.

Der Kanton Zürich darf Bildungswilligen nicht unnötige (finanzielle) Hürden aufbauen. Der CCCZH ist der Ansicht, dass die Gesellschaft in die Verantwortung genommen werden muss, um zu kritischen Menschen beizutragen. Ebenfalls zieht die Arbeitswelt Vorteile daraus. Gerade in wissensintensiven Bereichen, wie der Computerindustrie, ist es erforderlich finanzielle Schranken einzureissen, um Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich Wissen um die komplexen gesellschaftlichen und technischen Zusammenhänge einfach anzueignen.

Auskünfte zur Bildungsinitiative erteilen Nicolas Diener, Dario Schai oder Judith Stofer; Kontaktmöglichkeiten und Bilder (zur Einreichung) finden sich hier:

http://bizh.ch/bildungsinitiative-einreichung/

Einladung zur 8. CryptoParty in Zürich [Update: Ausgebucht!]

2013-10-20: Liebe Presse und interessierte Öffentlichkeit

Mit Rechnern Kunst und Schönheit zu schaffen, ist das eine.
Das andere ist, mit Computern abhörsicher zu kommunizieren.

Wir möchten auf die achte auf cryptoparty.in in Zürich öffentlich angekündigte CryptoParty hinweisen, welche Wege aufzeigt, sich vor Staat und Wirtschaft mit Möglichkeiten der End-zu-End-Verschlüsselung der Kommunikation zu schützen:

https://www.cryptoparty.in/zuerich-dock18

Nach wie vor sind hinreichend sichere Verfahren verfügbar, Inhaltsdaten der eigenen Kommunikation vor gierigen Augen zu schützen.

Mitglieder des Chaos Computer Club Zürich CCCZH und weitere Aktivist*innen und Anhänger*innen der CrytpoParty-Bewegung sind am Freitag 8. November am Start, der Bevölkerung wirksame Möglichkeiten aufzuzeigen, ihre Kommunikation zu schützen und der Bevölkerung zu helfen mit eigenen Daten einen sinnvollen Umgang zu finden.

Die CryptoParty findet beim DOCK18-Medienkünstler*innenkollektiv in der Roten Fabrik statt, ab 20 Uhr.

Nebst der Verschlüsselung der eigenen Kommunikation geht es zudem um das Aufzeigen technischer Möglichkeiten und die Bekanntgabe von Tipps im Umgang mit dem Internet, um die Preisgabe eigener Daten im Internet zu minimieren.

Nicht-abschliessend decken wir (kurz) theoretisch und (länger) praktisch folgende Themenkomplexe ab:

  • Verifikation von Mailabsender und -empfänger sowie Verschlüsselung der Inhaltsdaten von E-Mail-Kommunikation mittels GNU Privacy Guard (GnuPG)
  • Anonymes / spurenarmes Surfen mittels Tor Onion Routing (TOR)
  • Verifizierbare / Verschlüsselte Chat-Kommunikation (Instant Messaging IM) mittels dem Verfahren OTR (Off-The-Record)
  • Spurenarmes Surfen im Web mittels dem Einsatz geeigneter Addons sowie Verhaltensmassnahmen

Alle interessierten Personen der Bevölkerung sind willkommen. Auch Pressevertretungen dürfen gerne partizipieren.

Wir möchten darauf hinweisen, dass CryptoPartys nichtkommerzielle Veranstaltungen sind. Produktwerbung und Jobvermittlung werden wir nicht dulden.

Auf Grund der beschränkten Platzgrösse und aus Gründen der Helfer*innenorganisation bitten wir um eine kurze (auch pseudonyme) Anmeldung via der folgenden E-Mail-Adresse: [Update: Ausgebucht!]

cryptoparty@ccczh.ch (gpgid: 0xbb8cc445)

Für eine Welt frei von gierigen Augen!

Bildungsinitiative Zürich BIZH wird am 28. Oktober 2013 eingereicht

2013-10-20: Die Bildungsinitiative Zürich BIZH, welche der CCCZH von Anfang an (Sammelstart 26. April 2013) unterstützt hat, kommt bald zu einem Ende in Sachen Sammelphase. Die Initiative sichert stufenunabhängig den gebührenfreien Zugang zur öffentlichen Bildung via Kantonsverfassung. Einer Angloamerikanisierung des Zugangs zur Bildung wird damit rechtzeitig vorgebeugt. Dringend sind wir um jede Unterschrift froh.

Bedingung ist die Stimmberechtigung im Kanton Zürich. Das Unterschriftenformular kann auf der Webseite der BIZH als PDF bezogen werden. Bitte asap bei der JUSO Kanton Zürich, Gartenhofstr. 15, welche das Sekretariat zur Initiative betreibt, einreichen!

Wer bei der Unterschriftensammlung zusätzlich final helfen möchte, kann sich beim Vorstand des CCCZH melden.

Erster Swiss Vulnerability Report (2013) sogleich letzter?

2013-10-17: Ein dubioses Marketing-Papier (PDF), getarnt als IT-Security-Bericht der Schweizer IPv4-Internetlandschaft, hat die Tage die Runde gemacht und wurde von (Teilen) der hiesigen IT-Presse unkritisch an die greifbare Öffentlichkeit befördert.

Volker Birk, Aktivist des Chaostreff Winterthur im CCC-CH, hat sich die Mühe gemacht, die "Analyse" zu begutachten und via NZZ Digital aufklärend zu wirken.

SRF Rundschau über staatliche Trojaner: EJPD und VBS stoppen!

2013-10-02: In der heutigen SRF Rundschau-Sendung wird über Pläne vom Bundesrat berichtet, sowohl im stafprozessualen als auch im präventiven Bereich, Staats-/Bundestrojaner einzusetzen.

Im strafprozessualen Bereich soll dafür das Überwachungsgesetz BÜPF (total) revidiert werden; siehe dazu eine Sendung mit Mitgliedern des CCCZH im Hackerfunk. Für den Nachrichtendienst des Bundes NDB soll ein neues Gesetz, das Nachrichtendienstgesetz (NDG), geschaffen werden. Letzteres hat der CCCZH im Rahmen der Vernehmlassung umfassend kritisiert (PDF).

Der CCCZH lehnt den Einsatz von trojanerartiger Software, wie sie im BÜPF oder NDG vorgesehen ist, vehement ab und schliesst sich Bestrebungen an, beide Gesetzesvorlagen zu kippen.

Für den strafprozessualen Bereich kann die Stopp BÜPF-Petition hier unterschrieben werden: http://www.buepf.ch/

(Die Vorlage soll ob der Wintersession im Parlament behandelt werden.)

Was das NDG betrifft, wird die Botschaft (erst) im Dezember 2013 eröffnet. Entsprechende Gegenkampagnen folgen.

Falls auch du dich für den Erhalt von Grundrechten (im Internet) einsetzen willst, bist du frei, bei uns mitzumachen!

(Treffs jeweils mittwochs @ Luegislandstr. 485, ab 19 Uhr.)

Weiterhin ist Engagement in diesem Bereich im Rahmen der (Gruppen der) Digitalen Gesellschaft möglich und sinnvoll: https://www.digitale-gesellschaft.ch/

Schreibwettbewerb Vorratsdaten (Deadline: 30. November)

2013-09-28: Die Medienkünstler*innen vom DOCK18 haben vor geraumer Zeit einen Schreibwettbewerb einberufen, um Gefahren der sogenannt rückwirkenden Überwachung zu thematisieren. Diese besteht darin, dass auch der Schweizer Staat die Provider in unserem Land dazu verpflichtet, auf sechs Monate alle Verbindungs-/Randdaten der Kommunikation aufzubewahren. Im Verdachtsfall kann schliesslich auf diese Daten zugegriffen werden. Diese Daten fallen gleichermassen, sowohl bei der Handykommunikation als auch beim Surfen im Internet an.

Und zwar geben diese Informationen keine Auskunft darüber, was der Inhalt von Kommunikation ist, sehr wohl aber, wer mit wem zu welcher Zeit kommuniziert, respektive welche Dienste benutzt werden. Diese Informationen können ausreichend sein, um eine Person in ihrem Tun und Handeln einzuschätzen, sowie auszusphäen, wie die Netzwerke von Personen beschaffen sind und wer in einem Netzwerk eine wichtige Rolle einimmt.

Der CCCZH setzt sich aus Grundrechtsperspektive dafür ein, dass die Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz abgeschafft wird.

Wir verweisen in dem Zusammenhang gerne auf den eingangs erwähnten Schreibwettbewerb. Dieser soll auf literarische Art und Weise aufzeigen, was die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung für die Schweiz sind oder sein mögen:

http://www.dock18.ch/vorratsdaten/ (Deadline: 30. November)

Es winken nerdifizierte Geldpreise, i. e. Geldpreise im Zweierpotenzenbetragsmodus.

8. CryptoParty in Zürich findet im DOCK18 (Rote Fabrik) statt

2013-09-28: Die 8. CryptoParty in Zürich wird im DOCK18 stattfinden, einem Aktivist*innennetzwerk, das in der Roten Fabrik seine physische Basis hat.

Der CCCZH wird vor Ort aktiv sein, und mithelfen, den Teilnehmenden Crypto beizubringen.

Der Event ist auf cryptoparty.in verzeichnet: https://www.cryptoparty.in/zuerich-dock18

Mehr Infos folgen.

Dreamlab & Gamma For The Loss

2013-09-05: Die Digitale Gesellschaft (Schweiz), von welcher der Chaos Computer Club Zürich CCCZH Teil ist, macht auf von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente (Spy Files 3) aufmerksam.

Auch heise.de hat heute morgen dazu Bericht (Artikel) erstattet.

Die veröffentlichten Dokumente belegen, wie die Schweizer Unternehmung Dreamlab und die deutsche Firma Gamma frei von Moral im Überwachungssektor tätig sind: Mit fixfertigen Paketen wird wahllosen Regimen die Bespitzelung der Bevölkerung erleichtert. Dabei ist gerade trojanerartige Software, welche die stark invasive Überwachung von Einzelpersonen erlaubt, en vogue.

6. Zürcher CryptoParty an Uni Zürich [Update]

2013-08-19: Eine weitere CryptoParty in Zürich findet am Samstag, 31. August in Räumen der Universität Zürich statt: SOC-1-101 (Seminarraum) und SOC-1-106 (Hörsaal). Die Veranstaltung wird nachmittags, geplant von 14 bis etwa 18 Uhr stattfinden.

Insgesamt ist in den Räumlichkeiten Platz für rund 150 Personen. Wir bitten Dich trotzdem, Dich per mail an cryptoparty@ccczh.ch anzumelden. Das macht uns die Planung leichter.

Wer neugierig ist, mithelfen möchte oder als interessierte/r Teilnehmende/r Fragen hat, kann sich ungeniert an cryptoparty@ccczh.ch wenden.

Der CCCZH dankt der Universität Zürich, die Veranstaltung rasch und unproblematisch bewilligt zu haben, der breiten Bevölkerung zu ermöglichen, sich in Sachen Kryptographie fortzubilden und sich somit vor privater und staatlicher Überwachung effektiv schützen zu können.

Auf die Veranstaltung wird auf cryptoparty.in hingewiesen.

CCCZH-Vortrag zu "cjdns"

2013-08-15: Am 21. August 2013 wird Claude einen Vortrag zum Thema cjdns halten. Es geht um den Aufbau eines alternativen, dezentralen und abhörsicheren Internets. Wie immer findet der Vortrag im Hackerspace Zürich statt. Der Beginn ist 20 Uhr und der Eintritt ist für alle Interessierten frei.

Zürcher CryptoPartys #5 und #6 finden am 14. und 31.8. statt

2013-08-10: Der CCCZH weist darauf hin, dass die nächste Zürcher CryptoParty (#5) in der Autonomen Schule Zürich (ASZ) stattfindet (Radar-Link). Die nächste CryptoParty (#6) des CCCZH und u. U. weiteren Gruppierungen findet am 31.8. statt. Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben. Wer sich für die Party vom 31.8. näher interessiert, kann sich unter cryptoparty@ccczh.ch melden. Wir informieren bald über Ort und Zeit.

Neues SSL-Zertifikat

2013-08-07: Der CCCZH verwendet ab sofort ein neues SSL-Zertifikat. Herzlichen Dank an SwissSign, die uns das Zertifikat kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Eine weitere CryptoParty gefällig?

2013-07-26: Nicht unwesentlich beeinflusst durch den heutigen Tagesanzeiger Online-Artikel ist das Interesse zur Teilnahme an CryptoPartys gross.

Leider muss der CCCZH darauf hinweisen, dass unsere Räumlichkeiten an der Luegislandstrasse 485 nur Platz für etwa 30 Personen bieten: Soviele Zusagen haben wir für morgen Samstag, 27. Juli bereits erhalten.

Nun ist es aber so, dass wir positiv überrascht und sehr froh darüber sind, dass das Interesse sich in digitaler Selbstverteidigung zu üben so gross ist!

Wir rufen entsprechend alle weiteren interessierten Personen dazu auf, sich bei uns per E-Mail zu melden: cryptoparty@ccczh.ch

In der Folge rufen wir in Kürze zu einer CryptoParty II, III und auch gerne IV auf.

CCCZH lädt zur ersten Zürcher CryptoParty ein [Update: Ausgebucht!]

2013-07-23 [2013-07-26]:

Niemand hat die Absicht, deine Mails zu lesen!

Unter diesem Motto veranstaltet der CCC Zürich am Samstag (27. Juli) die erste Zürcher CryptoParty.

In den letzten Wochen wurden die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Geheimdienste weltweit schneiden den gesamten Internetverkehr mit; sie haben ausserdem direkten Zugriff auf die privaten Daten aller, die die Dienste der Internetkonzerne nutzen.

Auf der CryptoParty informiert der CCC Zürich über Massnahmen zur Erhaltung der Privatsphäre:

  • Verschlüsselte E-Mails mit GPG
  • Verminderung des Ausspähens des Browsers
  • Verschlüsseltes Instant-Messaging ("Chat") mit OTR (Off-The-Record)

Software, die das ermöglicht, wird vorgestellt – bitte den eigenen Laptop mitbringen: Mitglieder des CCC Zürich helfen bei der Einrichtung.

Die CryptoParty findet statt am Samstag (27. Juli) ab 15:00 in den Räumen des CCC Zürich an der Luegislandstrasse 485 in Zürich Schwamendingen.

Eintritt ist frei, Anmeldung unter https://www.doodle.com/h9zu83zfzidvtxzr oder arian@sanusi.de (Pubkey-Id: 0xB9494715) möglich.

Update 1: Die CryptoParty ist ausgebucht. Wir werden in naher Zukunft weitere CryptoParties machen. Danke für das riesige Interesse. (Bei Interesse an einer weiteren CryptoParty schreibe uns ein kurzes E-Mail an cryptoparty@ccczh.ch und wir halten dich auf dem Laufenden.)

Update 2: Es besteht die Möglichkeit nach der CryptoParty an einer anderen Lokalität zu grillieren.

Vernehmlassungsantwort CCCZH zum NDG

2013-07-01: Der CCCZH hat sich an der Vernehmlassung zum geplanten Nachrichtendienstgesetz (NDG) eingebracht (PDF). Der CCCZH lehnt des Gesetz als Ganzes ab: Wir haben uns dennoch die Mühe gemacht, unsere Kritik im Einzelfall zu begründen.

Heutige Teilnahme des CCCZH/CCC-CH an der Sitzung von swisssecurity.org

2013-06-27:

Liebes Chaosvolk

Der CCCZH ist nicht mehr Mitglied bei swisssecurity.org, hat aber Gaststatus.

Wir wurden von Thomas Dübendorfer, Geschäftsführer von swisssecurity.org, gebeten, an der heutigen Sitzung über unsere Aktivitäten bezüglich BÜPF (bitte Petition unterschreiben!) und allgemein der Internetüberwachung in der Schweiz zu informieren.

Dabei haben Simon (CCCZH-Mitglied) und hernani (Vorstand CCC-CH und CCCZH) auf die geplante Totalrevision der BÜPF-Gesetzgebung hingewiesen und die wichtigsten Kritikpunkte hervorgehoben:

  • Der weit gefasste Geltungsbereich, welcher auch Anbieter abgeleiteter Kommunikationsdienste, bis hin zu privaten Haushalten / Forumsbetreibende usw. umfassen kann, ist indiskutabel weitgehend. Dem Dienst ÜPF, welcher die Überwachungen koordiniert und die Daten inskünftig auch alle zentral speichern möchte, muss in jedem Fall (zumindest) Zugriff zu den ICT-Infrastrukturen gegeben werden, stellen sich die Überwachungfans vor.
  • Zugangsprovider oder andere grössere Anbieter von Kommunikationsdiensten müssen auf eigene Kosten eine Überwachungsinfrastruktur installieren und Überwachungen auf eigene Kosten durchführen, was natürich Anreize für die Straverfolgungsbehörden schafft, wildgeworden (da keine besonderen Kosten für den Staat anfallen) zu überwachen. Eine Zunahme (leichtfertiger) Überwachungen und eine zunehmende Privatisierung der Sicherheitskosten, eigentliche Kernaufgaben eines Staates, sind zu befürchten.
  • Die Ausweitung der Vorrats-/Randdatenspeicherung von (bis anhin) sechs auf zwölf Monaten, wobei deren Wirksamkeit in keiner Form erwiesen ist, ist vorgesehen; auch der Europäische Gerichtshof beschäftigt sich aktuell mit der Speicherung dieser Daten und fragt nach (Gegen-)Studien, welche die Wirksamkeit aufzeigen: Solche gibt es bisher (unseres Wissens nach) nicht. Im Gegenzug existieren Studien, die aufzeigen, dass die Aufklärungsquoten entweder inexistent oder sehr gering ausfallen. Es ist komplett unverhältismässig die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen.
  • Der (gesetzliche) Einsatz von Staatstrojanern (euphemistisch "Government Software") soll erlaubt werden, wobei der Bund in der Vergangenheit bereits mit solcher Software, z. B. im Fall der Linksaktivistin Stauffacher, hantiert hat. Hier soll einfach legitmiert werden, was ohnehin schon Praxis ist. Dieser Praxis muss aus unserer Sicht der gesetzliche Rahmen weiterhin verwehrt bleiben: Die invasive Natur dieser Überwachungsmassnahme ist datenschutzmässig äusserst bedenklich und die Beweissicherung ist juristisch fragwürdig, weil das System durch die "Online-Durchsuchung" verändert wird. Zudem wird die Sicherheit von ICT-Systemen unterminiert: Der Bund tritt als Unruhestifter auf und stört die Systemintegrität von ICT-Infrastrukturen landauf und -ab. Zudem läuft die (bisherige) Software immer nur auf Windows-Systemem, so dass die Effektivität der Massnahme bei Personen, die alternative Betriebssysteme verwenden, als gen Null gehend betrachtet werden kann. Durch das ständige Aufdecken und Reverse Engineering der Spähsoftware, wie vom CCC in Deutschland z. B. schon praktiziert, entstehen dem Bund zudem immense Kosten den "Pädophilen", "organisierten Kriminellen" und "Terroristen", die mit dieser Massnahme gefasst werden sollen, hinterherzuhinken.

Wir haben zudem auf die laufende Vernehmlassung zum Nachrichtendienstgesetz (NDG) aufmerksam gemacht, wobei der Nachrichtendienst des Bundes NDB, vor wenigen Jahren entstanden durch die Zusammenlegung des Inlandgeheimdienstes Dienst für Analyse und Prävention (DAP) und Auslandsgeheimdienst Strategischer Nachrichtendienst (SND) mächtiger werden soll: Dieser wünscht sich den Zugriff auf Daten von Strafverfolgungsbehörden, stellt sich vor NSA-style in fremde Computersysteme ohne besondere Bewilligung eindringen zu können, via Schwarzgeldzahlungen "menschliche Quellen" für Informationsvorsprünge zu entgelten usw. Dass sich der NDB natürlich den gesamten Massnahmekatalog des Dienstes ÜPF genauso wünscht, damit er im präventiven Bereich rumwüten und Datenmüll anhäufen kann, wie ihm der paranoide Schnabel gerade gewachsen ist, liegt auf der Hand. Der CCCZH wird eine Vernehmlassung zum NDG machen, wo er das Gesetz als Ganzes ablehnt. Die Schlapphüte sollen sich zuerst mal darin üben, die aktuellen gesetzlichen Grundlagen (BWIS II light) überhaupt auch nur ansatzweise einzuhalten und wie alle anderen auch im Netz rumsurfen und sich in Sachen Data-/Textmining üben: Entsprechende Studiengänge gibts. In privaten Wohnungen oder fremden Computersystemen haben die paranoiden Staatsangestellten, die überall Terroristen und Kriminelle am Werk sehen, aus unserer Sicht definitiv nichts verloren. Die für den Ausbau des NDB nötigen Gelder wären in Bidlungsprojekten und solchen zur Erhöhung der IT-Sicherheit von Systemen zudem besser investiert, als für Anhäufung von Datenmüll feat. konstruierte Zusammenhänge und zur Führung von "Cyberwar" (statt der Förderung von Cyberpeace).

Zu guter Letzt haben wir in Aussicht gestellt, dass der CCCZH (und auch CCC-CH) weiterhin ein scharfes Auge auf die Aktivitäten der AGUR12-Gruppe wirft, die von Frau Bundesrätin Zensuruga eingesetzt wurde, um in ihrer gezielt gewählten Zusammenstellung für drakonische ("nicht-schweizerische") Massnahmen zur Durchsetzung von Urheberrechtsansprüchen der amerikanischen Contentmafia (auch gerne: Copyrightayatollahs) zu sorgen. Der CCCZH lehnt alle bisher vorgeschlagenen Massnahmen zur Störung der Netzneutralität und zur Einführung einer Zensurinfrastruktur mit DNS-, IP-Sperren und Paketwegwerfspielen via Deep-Packet-Inspection vehemet ab. Auch lehnen wir ab, dass die Schweiz zum Tummelplatz von Abmahnanwälten und anderen rechtlichen Denial Of Service-Vandalen wird.

Chaostreff Zürich findet heute im Freien statt

2013-06-19: Aufgrund erhöhter thermischer Energie in der Luft findet der Chaostreff heute nicht im sonnenbefreiten Hackerspace statt, sondern an der Blatterwiese (Chinawiese) am See. Badebekleidung und Sonnenschutz werden dringend empfohlen; dass ein Handtuch mitzubringen ist, sollte nicht erwähnt werden müssen.

Es wird ein Grill mitgebracht werden, für Nahrung, für feste sowie auch für flüssige, sind alle selbst verantwortlich.

  • Was: Baden und evtl. Grillieren (de_CH für Grillen)
  • Wann: 2013-06-19 ab 19.00
  • Wo: Blatterwiese (die Wiese beim Chinagarten), aka CCCZH-Wiese (bald): http://map.search.ch/d/gzlzwmzmm

Freundlich grüsst, CCCZH/AG Social

Offene Mailanfrage des CCCZH an SAFE-Piratenjäger_innen

2013-06-13: Enjoy & Share!

Liebe Piratenjäger_innen des SAFE

Im Namen des CCCZH und (mit Sicherheit) grösserer Teile der "Internetgemeinde" (Greets @ AGUR12, CC) in der Schweiz und anderswo, möchte ich Ihnen für die Arbeit danken, eine handverlesene Liste von URLs angelegt zu haben, welche gute Anlaufstellen dafür sind, im Rahmen des Gesetzes legal Inhalte zu konsumieren:

http://www.ccczh.ch/SAFE-Sperrliste

Die Seite wird rege benutzt.

Leider aber ist die Liste nicht mehr aktuell: Sie stammt Ihren eigenen Angaben gemäss vom 10. April.

Wie Sie sicherlich wissen, ist von movie2k.to nur noch Piratenwerbung im Sinne der institutionellen Politik übrig: Gerade läuft die Debatte, ob nun movie2k.tl oder movie4k.to die "wahre" Nachfolge und bessere Anlaufstelle ist, legal und sicher Inhalte zu konsumieren.


Ich folge hiermit der Idee eines 20minuten-Kommentators:

Können Sie uns auf regelmässiger Basis eine aktualisierte Liste der Webseiten schicken, auf denen sich Schweizer Konsument_innen die neuesten Bücher, Filme und Musikstücke zu Gemüte führen können? So können wir unsere Seitenbesucher_innen bei Stange halten.


Oder alternativ:

Können Sie uns Angebote in der Schweiz empfehlen, auf denen sich Schweizer Konsument_innen gegen Entrichtung einer kleinen Abogebühr in höchster Qualität und mit Mehrwert, und damit (in Differenzierung) zu den kostenlosen (werbefinanzierten) Angeboten, Bücher, Filme oder Musikstücke zu Gemüte führen können?


Ich danke Ihnen (CCC-)chaotischst für jede Antwort und wünsche Ihnen einen schönen, sonnigen Tag!

Für den CCCZH

Hernani Marques

PS: Der Twitter-Feed auf Ihrer Webseite unten rechts ist verschwunden. Es windet heute schon weniger: Sie können den unbesorgt wieder aufschalten.

It's A Fine Day Today: http://ur1.ca/eb372

SAFE-Sperrliste gewinnt langsam an medialem Boden [Update: 12.6.2013]

2013-06-11: Dank gulli.com, golem.de und netzpolitik.org verbreitet sich die Info über die SAFE-Sperrliste unserer Contentmafia so langsam aber sicher: Bühne frei für die Contentmafia-Horrorshow!

Danke Deutschland! Und: Danke an 20minuten die breite Schweizer Bevölkerung zu informieren!

Wer bei uns mitarbeiten möchte, kann morgen (Mittwoch), ab 19 Uhr @ Luegislandstrasse 485 vorbeikommen. Da ist Chaostreff, wie jeden Mittwoch. Interesse ist alles!

Erste Version des Chaos Singularity-Fahrplans verfügbar

2013-06-10: Nach Arbeiten vom Samstag beim Chaostreff in Basel wurde eine erste Version des Fahrplans für die Chaos Singularity (CoSin) 2013 erarbeitet.

Änderungen und Korrekturen bleiben vorbehalten.

Fragen oder Anmerkungen können an cosin2013 ÄT chaostreff.ch gerichtet werden.

CCCZH veröffentlicht Liste der "zu sperrenden Webseiten" nach Vorstellungen der Contentmafia und fordert Aufklärungs-/Bildungsoffensive [Update]

2013-06-05: Im Rahmen des Provider Day 2013 im Technopark vom 30. Mai 2013 hat die Contentmafia, in Gestalt der "Swiss Anti-Piracy Federation" (auch SAFE), ihre Pläne für eine Schweiz ohne Urheberrechtsverletzungen vorgestellt: P2P-Monitoring mit Abmahnwellen und Amokklagen gegen kritische Teile der Bevölkerung, Sperrlisten (am besten unter Missbrauch/Ausbau der KOBIK). Sehr begrüsst hat SAFE die Bestrebungen der Steuergeldverschwendung namens AGUR12, einberufen und "ausgeglichen" aufgestellt von Bundesrätin des EJPD Sommaruga Zensuruga, welche sich schon mit der BÜPF-Revision oder ihrer Ausgrenzungspolitik gegen Asylbewerber_innen eine zweifelhafte Reputation aufgebaut hat. AGUR12 und SAFE passen sehr gut zusammen: Staat und Contentmafia Hand in Hand, um die Netzneutralität zu stören.

Um der Öffentlichkeit einmal zu zeigen, welche Seiten denn die Schweiz so sperren könnte, haben wir die (notabene: nicht-abschliessende) Liste der zu sperrenden Seiten veröffentlicht: SAFE-Sperrliste

Ohne im Einzelnen auf die Liste eingehen zu müssen, wird sehr rasch klar: Es sollen Seiten gesperrt werden, welche die blosse Konvertierung in MP3s von (Video-)Inhalten aus YouTube oder anderen Seiten erlauben. Sehr gut vertreten sind auch BitTorrent-Webseiten, als würden da nur "illegale" Inhalte kursieren. Manche der zu sperrenden Seite führen auch nur das Merkmal "Webseite". Wir sagen dazu: WTF?

Der CCCZH denkt eine Lösung zu kennen, um dieser geistigen Degeneration, die zu solchen Vorschlägen, sowohl beim Staat als auch bei der Contentmafia führen, entgegen zu treten: Die vom CCCZH mitgetragene Bildungsinitiative Zürich (BIZH), welche Schranken zur Bildung einreissen möchte und diese zugänglicher gestalten will: Angefangen im Kanton Zürich.

Aufklärung und Bildung statt Angst und Repression!

Aufruf: Im Shitstorm zum ersten Intergalaktischen Treffen für Informationsfreiheit und Netzneutralität (IT_IN)

2013-06-03:

20130601 bradley manning aktion 1.jpg

Der CCCZH ruft, erstens, bedingungslos zum ersten Intergalaktischen Treffen für Informationsfreiheit und Netzneutralität (IT_IN) auf, das Mittwoch, 5. Juni, ab 19:23 Uhr in unserem Hackerspace an der Luegislandstrasse 485 beginnt. Es findet im Rahmen des sonst üblichen (allwöchentlichen) Chaostreffs statt.

Unter der Voraussetzung, dass der Shitstorm "I_AM_BRADLEY_MANNING -- FTW" via Thunderclap zustande kommt (bis 5. Juni, 19 Uhr), gewähren wir, zweitens, allen teilnehmenden Netzaktivist_innen kostenlosen Zugang zu Bier, Club-Mate und Pizza (Bier-/Club-Mate-/Pizza- oder BCP-Flatrate FTW). Wir gehen von gut 23 Teilnehmenden aus und rechnen – nach einer handtuchistischen Zauberformel – mit Kosten zwischen CHF 642 und 666. Weder ist das nun aber Grund in Panik zu geraten, noch Grund euch eure teuflischen (Beastie-)Hörner abzustossen: Wir sind fähig, diese Kosten via Clubkasse zu decken – und wir tun das gerne, um uns für einmal und wohlverdient selber zu feiern!

So rufen wir euch alle auf, eure Facebook- und/oder Twitter-Konten (anderes wird noch nicht unterstützt) für einmal dafür herzugeben (oder darin zu helfen, dass dies andere tun), für ein klares Bekenntnis für Bradley zu sorgen, gleichzeitig unsere Veranstaltung zu bewerben und für euer (eigenes) Wohl zu sorgen.

Der Gewinn ist multipel und somit epischer Natur.

Zum Ablauf und Inhalt der ersten IT_IN:

Nur um den Themenkomplex der Informations- oder Pressefreiheit (und den somit gerade stürmischen Themen wie Assange, Manning oder WikiLeaks) geht es nicht. Bekanntlich machen Contentmafia und EJPD gerade mobil, die Netzneutralität anzugreifen und breite Teile der Bevölkerung zu kriminalisieren, sowie die Systemintegrität mit DRM-Technologien oder invasiver Software (Stichwort: Bundestrojaner) zu stören.

Nachdem wir uns ab 19 Uhr 23 Minuten lang die hoffentlich stürmische Lage in den social media zu Gemüte geführt haben, ist das Buffet eröffnet: Bier, Club-Mate und Pizza, ahoi!

Konkret werden wir uns im Verlaufe des Abends inhaltlich mit den Institutionen/Gesetzen AGUR12, BÜPF, KOBIK und NDG auseinandersetzen und Möglichkeiten erarbeiten, diesen Akteuren und Entwicklungen Paroli zu bieten. Natürlich beschäftigen wir uns genauso mit dem Bradley-(Schau-)Prozess.

Wir sind für freien Zugang zu Bier, Club-Mate und Pizza, gegen Informationskontrolle durch Staat und Wirtschaft und für eine freiheitliche (liquid-demokratische) Gesellschaft von unten!

Und: Wir fordern Freiheit für Bradley Manning! @Bradley: Im Geiste sind wir bei dir!

I_AM_BRADLEY_MANNING: CCCZH beteiligt sich an weltweiter Kampagne für Bradley

2013-06-02:

20130601 bradley manning aktion 1.jpg
20130601 bradley manning aktion 2.jpg

Beginend mit gestern, 1. Juni 2013, hat sich der Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) der internationalen Kampagne für Bradley Manning angeschlossen: Zusammen mit der globalen Menschenrechtsbewegung und den Netzaktivist_innen aller virtueller Räume fordern wir, dass Bradley Manning freizulassen ist -- für nichts Geringeres als dafür, nichts als die Tatsachen der Welt zur Verfügung gestellt und moralisch richtig gehandelt zu haben.

20130601 bradley manning aktion 3.jpg

Bradley Manning hat mit seinen Veröffentlichungen nicht nur Kriegsverbrechen in Afghanistan und Irak auf sehr bedrückende Weise sichtbar gemacht, sondern auch Licht auf Vorgänge in Guantanamo geworfen; zusätzlich wurden durch die US-Depeschen Korruptionsaffären, Steuerhinterziehungsgeschichten und viele weitere Skandale bekannt, durch welche so mancher Staat -- gerade im arabischen Raum -- nicht gut wegkam. Auch wirtschaftlich wurden so manche Affären / Verbindungen aufgezeigt. Was die Schweiz betrifft: Einige nicht ganz unbekannte staatliche als auch wirtschaftliche Schweizer Akteure nehmen in den US-Depeschen eine wenig positive Rolle ein.

Zu guter Letzt soll mit unserer Aktion vom Samstag, Bewusstsein dafür geschafft werden, dass am Montag, 3. Juni, sein Prozess in den USA beginnt.

Der Twitter-Hashtag #freebrad vermag eine nützliche Übersicht der weltweiten Aktivitäten zu liefern.

Provider Day 2013: CCCZH kritisiert umfassend Pläne von Contentmafia und EJPD

2013-05-31: Aktivist_innen des CCC-CH, respektive CCCZH haben gestern am Provider Day 2013 im Technopark teilgenommen und dabei scharfe Kritik an Pläne, die Netzneutralität und Systemintegrität in der Schweiz auszuhebeln, geübt.

Eine Mitschrift der Beiträge, sowie Kritikpunkte von unserer Seite, sind in einem Pad festgehalten:

https://pads.ccc.de/20130530--providerday (Flüchtigkeitsfehler, so korrigiert selber, please; thx!)

Unsere Delegation hat die Vertreter des Bundesamts für Justiz in aller Schärfe, für ihre Pläne der Totalrevision des BÜPF, kritisiert -- eine Vorlage, die nicht nur Grundrechte mit Füssen tritt, sondern auch den Wirtschaftsstandort Schweiz im Bereich der neuen Technologien zu schädigen droht. Nicht nur sollen neue, innovative Dienste, welche die überwachungswütigen Strafverfolungsbehörden beim "Dienst" gerne überwachungstechnisch im Griff hätten, rechtzeitig "angemeldet" werden, damit diese ihre Überwachungskoordination fortlaufend an neue "Gefahren" anpassen können, sondern sollen auch Provider jedweder Natur (Zugangsprovider oder Provider davon abgeleiteter Dienste) mit CHF 100'000 gebüsst werden, sollten sie nicht spuren. Sowohl ASUT, simsa als auch die SWICO haben sich im Vorfeld gegen diese Pläne gestellt.

Auch die Zivilgesellschaft hat im Rahmen der Digitalen Gesellschaft ihre Kritik wiederholt und fortlaufend geäussert.

Der CCCZH schliesst nicht aus, zusammen mit Vertreter_innen der Wirtschaft, von politischen Parteien oder anderen Interessensverbänden mit allem Elan das Referendum zu ergreifen, sollte dem Bundesparlament die Vernunft abhanden gekommen sein.

Aktivist_innen des CCCZH bereiten heute bereits entsprechende Vernetzungsprojekte vor, um sowohl Finanzierung als auch Koordination der Unterschriftensammlung zu sichern.

Und damit nicht genug: Die Swiss Anti Piracy Federation (SAFE) hat ebenfalls bekundet, die Pläne seitens der von Bundesrätin Sommaruga eingesetzten AGUR12-Arbeitsgruppe sehr zu begrüssen und schlägt eine verstärkte juristische Gangart (Einführung einer Abmahnungs- und Klagekultur), sowie eine vergrösserte Zensurinfrastruktur unter Koordination der KOBIK vor, um den Kampf gegen kritische Teile der Bevölkerung aufzunehmen.

Der CCCZH lehnt diese Pläne allumfassend ab und schränkt ihre Mittel nicht ein, die Netzneutralität zu erhalten.

Aufklärung statt Repression -- Netzneutralität, ahoi!

EJPD und Contentmafia stoppen!

Stopp BÜPF! -> http://buepf.ch/

Bildung verbreiten! -> http://www.bizh.ch/

CCCZH unterstützt den internationalen Aktionstag für Bradley Manning

2013-05-31:

I am Bradley Manning-CCCZH.jpg

Am 1. Juni soll die Öffentlichkeit weltweit durch verschiedenste Aktionen daran erinnert werden, dass am 3. Juni das Hauptverfahren gegen den WikiLeaks-Informanten Bradley Manning vor einem Militärgericht in den USA beginnt. Der Whistleblower Bradley Manning, der seit über 1'000 Tagen in Untersuchungshaft sitzt, ist des "Geheimnisverrats und der Unterstützung des Feindes" angeklagt, weil er unter anderem Dokumente zu den Kriegsverbrechen der US-Truppen im Irak und in Afghanistan an die Öffentlichkeit gebracht hat. Ihm drohen mindestens lebenslange Haft in einem Militärgefängnis; auch eine Verurteilung zum Tode wegen Landesverrates ist möglich.

Der CCC Zürich ruft deshalb dazu auf, am 1. Juni 2013 an geplanten Aktionen teilzunehmen. In Zürich werden die Hacker auf dem Paradeplatz zwischen 13 und 16 Uhr Flyer verteilen und Unterschriften als Solidaritätsbekundung für Bradley Manning sammeln. Informationsfreiheit und Transparenzprinzip gehören für den CCC Zürich neben informationeller Selbstbestimmung und ungehinderter, weltweiter Kommunikation zu den Grundpfeilern einer offenen und freien Gesellschaft.

"Whistleblowing" erfüllt dabei nach Ansicht des CCC Zürich zur Zeit eine wichtige gesellschaftliche Funktion und ist keineswegs eine verachtenswerte Nestbeschmutzung - auch wenn dies gerade in der Schweiz noch oft so verstanden wird. Solange sich Staat und Wirtschaft dem Transparenzprinzip und der Informationsfreiheit verschliessen, wird es Menschen mit Rückgrat brauchen, die unter hohem persönlichem Risiko aktiv zur Dokumenten-Befreiung beitragen. "Es werden Zeiten kommen, da werden Orden verteilt: für den Verrat unwürdiger Geheimnisse" (Ingeborg Bachmann, "Alle Tage").

Dem Aktionsbündnis haben sich weltweit verschiedenste Gruppen und Organisationen angeschlossen; im deutschsprachigen Raum werden Aktionen z.B. durch das Whistleblower-Netzwerk e.V., die Piratenpartei, ATTAC "AG Globalisierung und Krieg" und die Wau-Holland-Stiftung unterstützt. Solidaritätsbekundungen für Bradley Manning gibt es zudem vom Schriftstellerverband PEN sowie Stellungnahmen der "Reporter ohne Grenzen". "Amnesty International" macht seit langer Zeit auf die unwürdigen Haftbedingungen von Bradley Manning aufmerksam.

Unterschriftenliste: Media:BM-Liste.pdf

Gegenveranstaltung zur OHM2013 geplant

2013-05-07: Vom 31. Juli bis zum 4. August 2013 soll das holländische Hackercamp "Observe, Hack, Make" (OHM2013) stattfinden, zu dem rund 3000 Hacker und Häcksen erwartet werden. Die Veranstaltung wird unter verschiedenen Namen seit 1993 alle vier Jahre im Wechsel mit dem "Chaos Communication Camp" des deutschen CCC abgehalten.

Das Wort "Observe" des diesjährigen Mottos "Observe, Hack, Make" hat durch Enthüllungen um den Hauptsponsor FoxIT, das Orga-Team und die Village-Vergabe an Polizei- und Geheimdienste für uns eine völlig neue Bedeutung gewonnen - und zwar eine, die wir nicht akzeptieren können und wollen.

Schon auf dem 29C3 wurde in der Keynote (und durch das Kongressmotto "Not My Department") versucht klar zu machen, dass wir als Hacker nicht einfach jeden Kompromiss in Bezug auf unser Leben akzeptieren dürfen: Es ist eben nicht mit unserer Hackerethik vereinbar, als Software-Entwickler an Überwachungssoftware zu arbeiten oder einfach wegzusehen, wenn unsere digitalen Bürgerrechte aus niederen Beweggründen beschnitten werden.

Deshalb haben wir mit grosser Sorge zur Kenntnis genommen, dass die OHM aus dieser Sicht unter einem schlechten Stern steht:

  • Polizei und Geheimdienste erhalten ein eigenes Village auf der OHM - ganz offiziell vom Orga-Team so geplant
  • der Hauptsponsor der Veranstaltung ist eine Firma namens FoxIT, die Überwachungssoftware programmiert und offen zu ihrer Zusammenarbeit mit Polizei, Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienster steht
  • entscheidende Teile des Orga-Teams der OHM sind Angestellte von FoxIT und sehen kein Problem im Sponsoring und halten es für normal, sich die dunkle Seite der Macht ins Zelt zu holen

Als CCCZH können wir dem nicht einfach tatenlos zusehen und haben beschlossen, zeitgleich zur OHM eine Gegenveranstaltung zu organisieren, in der Themen rund um die Hackerethik und ihre Neufassung im Vordergrund stehen sollen. Dazu gehören Diskussionen zur Hackerethik, was sie mit unserem Leben und Arbeiten zu tun hat und wie wir als Hacker neue Formen der Arbeit und des Zusammenlebens finden können, die unserem moralischem Anspruch gerecht werden.

Vielleicht findet sich die Möglichkeit, dies schweizweit im Namen des CCC-CH zu planen. Und vielleicht finden sich sogar andere Erfas und Hackerspaces, die sich uns anschliessen und bei sich lokal eine Gegenveranstaltung planen.

Yoani Sánchez nimmt an ROG-Filmveranstaltung in Zürich teil

2013-05-06: Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez wird am 18. Mai in Zürich im Kino Riffraff an einer Matinee des Films „Forbidden Voices“ präsent sein. An der Veranstaltung von Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz wird Sánchez über Informationsfreiheit in Kuba sprechen, gleichzeitig wird die Regisseurin des Films mit einem Preis ausgezeichnet.

Wann: 18. Mai 2013, 11.30 Uhr (Türöffnung 11 Uhr)
Wo: Kino Riffraff 1, Neugasse 57-63, Zürich
Tickets: Kino Riffraff (www.riffraff.ch; Tel. Kinokasse: 044 444 22 00 – es steht eine beschränkte Anzahl von Tickets zum Verkauf)

Petition Stopp-BÜPF jetzt unterschreiben

2013-05-01: Der CCCZH ruft zur Unterschrift der Stopp-BÜPF-Petition auf, mit welcher massive Grundrechtseingriffe drohen. Diese Petition geht zu Handen des Bundesparlaments, um diesen aufzufordern, dieses Gesetz zu verhindern . Eine ausführliche Stellungnahme (PDF) der Digitalen Gesellschaft, in welcher der CCCZH aktiv ist, zeigt die wichtigsten Änderungen. Eine punktuelle Kritik (PDF) besteht ebenso.

CCCZH unterstützt Bildungsinitiative Zürich (BIZH)

2013-04-03: Am beschlussfähigen Chaostreff vom 3. April 2013 hat der CCCZH beschlossen, die Bildungsinitiative Zürich (BIZH) zu unterstützen. Der CCCZH setzt damit ein symbolisches Zeichen für eine starke Bildung im Kanton Zürich. Die Initiative fordert für Einwohnerinnen und Einwohner den gebührenfreien Zugang zu allen öffentlichen Schulen auf Kantonsgebiet.

Der Kanton Zürich darf Bildungswilligen nicht unnötige (finanzielle) Hürden aufbauen. Der CCCZH ist der Ansicht, dass die Gesellschaft in die Verantwortung genommen werden muss, um zu kritischen Menschen beizutragen. Ebenfalls zieht die Arbeitswelt Vorteile daraus. Gerade in wissensintensiven Bereichen, wie der Computerindustrie, ist es erforderlich finanzielle Schranken einzureissen, um Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich Wissen um die komplexen gesellschaftlichen und technischen Zusammenhänge einfach anzueignen.

7. März 2013: CCCZH @ Tag der Digitalen Nachhaltigkeit an Uni & ETH

2013-02-21: Vom 4. bis 8. März 2013 findet an der Uni Zürich sowie der ETH Zürich erstmals die Nachhaltigkeitswoche statt, die komplett studentisch organisiert wird. Der CCCZH ist am 7. März, Tag der Digitalen Nachhaltigkeit, ganztags aktiv und informiert im Lichthof UZH Zentrum (Gebäude KOL) alle Interessierten über Fundamente einer digitalen Nachhaltigkeit (GnuPG, Creative Commons, FLOSS, Tor), praktischen Datenschutz (am Beispiel der Vorratsdatenspeicherung) & on & on.

Details sind dem Online-Fahrplan für den Donnerstag zu entnehmen; erstes Material findet sich im Download-Bereich.

Der CCC Zürich wird zudem einem eigenen Flyer verteilen; Vorderseite und Rückseite des Flyers zur Ansicht.

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